Inhalt
- Schritt 1: Termine festlegen (Reisezeit & Wetter)
- Schritt 2: Visum oder visumfreie Einreise klären
- Schritt 3: Flüge buchen
- Schritt 4: Route planen (wohin & wie lange)
- Schritt 5: Unterkunft buchen
- Schritt 6: Verkehr zwischen den Städten organisieren
- Schritt 7: Online gehen (VPN, SIM, eSIM, Apps)
- Schritt 8: Geld regeln (Zahlungs-Apps & Bargeld)
- Schritt 9: Clever packen
- Schritt 10: Die finale Checkliste vor der Abreise
- FAQ: 5 Fragen, die Erstreisende immer stellen
Ich reise seit über einem Jahrzehnt nach China — inzwischen so etwa 15 Reisen. Und ich erinnere mich noch an mein erstes Mal: 2 Uhr morgens in der Ankunftshalle des Pekinger Flughafens, kein VPN installiert, kein WeChat eingerichtet, und ich hielt einen ausgedruckten Hotelbeleg fest wie ein Lottogewinn-Ticket.
Ich habe jeden Fehler gemacht, den man machen kann. Die falsche Jahreszeit (August in Peking — 38 °C bei 80 % Luftfeuchtigkeit). Die falschen Schuhe (brandneue Leder-Loafer, genialer Einfall). Die falsche Bargeld-Schätzung (ich dachte, 2.000 ¥ (ca. 266 €) würden zwei Wochen reichen — sie reichten drei Tage).
Diese Reise war ein Desaster. Aber ich habe sie trotzdem geliebt, und seitdem komme ich immer wieder. Hier ist, was ich gelernt habe — der genaue Schritt-für-Schritt-Prozess, den ich heute nutze, wenn ich eine China-Reise plane, geschrieben für jemanden, der das zum ersten Mal macht.
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Schritt 1: Termine festlegen#
Hier fangen die meisten an, und meistens wählen sie falsch. Die Sache ist die:
Frühling (April–Mai) und Herbst (September–Oktober) sind die besten Zeitfenster. Die Temperaturen sind in weiten Teilen Chinas angenehm, der Himmel ist klarer und außerhalb der nationalen Feiertage hält sich der Andrang in Grenzen.
Sommer (Juni–August) ist heiß und regnerisch, besonders in Peking, Shanghai und im Süden. Der Vorteil? Die Avatar-Berge in Zhangjiajie sind am grünsten, und wer nach Yunnan oder Tibet fährt, erlebt den Sommer dort tatsächlich angenehm.
Winter (November–Februar) ist im Norden kalt (in Peking sind −10 °C möglich), im Süden aber mild. Guilin und Yangshuo sind im Winter wunderschön — weniger Touristen, nebelverhangene Karstlandschaften und Hotelpreise, die euch lächeln lassen.
Diese Termine möglichst meiden:
| Sperrzeitraum | Was es ist | Was euch erwartet |
|---|---|---|
| Erste Oktoberwoche | Goldene Woche (Nationalfeiertag) | Züge ausverkauft, Hotels dreifacher Preis, Sehenswürdigkeiten Schulter an Schulter |
| Chinesisches Neujahr (Ende Jan./Feb.) | Frühlingsfest | China steht eine Woche still — viele Restaurants geschlossen, Züge unmöglich |
| 1.–5. Mai | Kurzurlaub zum Tag der Arbeit | Inländische Touristen überschwemmen jede große Sehenswürdigkeit |
Meine Empfehlung für Erstreisende: Mitte September bis Anfang Oktober (vor der Goldenen Woche ankommen, danach abreisen). Ihr bekommt perfektes Wetter und erlebt China von seiner schönsten Seite, bevor der Andrang einsetzt.
Schritt 2: Visum oder visumfreie Einreise klären#
Hier hat sich 2026 viel geändert, also gut aufpassen.
Visumfreie Einreise (neu für 2026)#
Wer einen Reisepass aus einem dieser Länder hat, kann für touristische oder geschäftliche Zwecke ohne Visum einreisen, für bis zu 30 Tage — verlängert bis zum 31. Dezember 2026:
Europa: Frankreich, Deutschland, Italien, Niederlande, Spanien, Schweiz, Irland, Ungarn, Österreich, Belgien, Luxemburg, Polen, Portugal, Griechenland, Tschechische Republik, Slowakei, Norwegen, Finnland, Island, Dänemark, Schweden, Kroatien, Bulgarien, Rumänien, Slowenien, Estland, Lettland, Litauen, Malta, Zypern, Monaco, Andorra, San Marino, Liechtenstein
Asien: Singapur, Brunei, Japan, Malaysia (15 Tage visumfrei), Thailand (30 Tage), Kasachstan
Sonstige: Australien (15 Tage visumfreier Transit), VAE, Katar
Die vollständig aktualisierte Liste steht in meinem ausführlichen Guide zur visumfreien Einreise → Kompletter Guide zur visumfreien Einreise nach China 2026
Normales Touristenvisum (L-Visum)#
Wer nicht auf der Liste der visumfreien Länder steht — oder länger als 30 Tage bleiben will — braucht ein L-Visum.
Kosten (Stand 2026):
- US-Bürger: 140 $ (ca. 124 €) für Mehrfacheinreise (reduziert von 185 $ (ca. 164 €) — die Gebührensenkung gilt bis Ende 2026)
- Britische Bürger: 85–100 £ (ca. 101–119 €) (Einzel- bis Mehrfacheinreise)
- Australische Bürger: 110–140 AUD (ca. 68–87 €)
- Kanadische Bürger: 75–110 CAD (ca. 47–69 €)
Bearbeitungszeit: 4–7 Werktage für den Standardantrag, 2–3 für Express (Zusatzgebühr), 24 Stunden für den Eilantrag
Benötigte Unterlagen:
- Reisepass mit mindestens 6 Monaten Gültigkeit (und 2 freien Seiten)
- Ausgefülltes Visumantragsformular (online unter cova.mfa.gov.cn)
- Aktuelles Passfoto (48 mm × 33 mm)
- Flugroute und Hotelbuchungen
- Kontoauszüge (der letzten 3 Monate)
- Reiseversicherung (empfohlen, nicht immer verlangt)
Profi-Tipp: Mindestens 3–4 Wochen vor der Reise beantragen. In der Hochsaison kann die Botschaft länger brauchen (April und September sind am vollsten).
Schritt 3: Flüge buchen#
Nach meiner Erfahrung bekommt man die besten Preise, wenn man 2–3 Monate vorher bucht. Hier grobe Richtwerte für Hin- und Rückflüge ab den großen Drehkreuzen:
| Ab | Economy (Nebensaison) | Economy (Hochsaison) | Typische Airlines |
|---|---|---|---|
| Frankfurt → Peking/Shanghai | 450–650 € | 700–1.000 € | Lufthansa, Air China |
| New York/LA → Peking/Shanghai | 650–850 $ (ca. 578–755 €) | 1.000–1.400 $ (ca. 889–1.244 €) | Air China, United, China Eastern |
| London → Peking/Shanghai | 400–600 £ (ca. 474–711 €) | 700–1.000 £ (ca. 830–1.185 €) | British Airways, Air China, China Southern |
| Sydney → Shanghai/Guangzhou | 500–700 AUD (ca. 309–433 €) | 900–1.300 AUD (ca. 557–804 €) | China Southern, Qantas, Cathay Pacific |
| Toronto → Peking/Shanghai | 800–1.100 CAD (ca. 502–690 €) | 1.300–1.800 CAD (ca. 816–1.130 €) | Air Canada, China Eastern |
Wohin fliegen? Wenn die Reise mehrere Städte umfasst (und das sollte sie), bucht einen Open-Jaw-Flug — in eine Stadt einfliegen, aus einer anderen ausfliegen. Zum Beispiel: nach Peking einfliegen, über Xi’an und Chengdu nach Süden reisen, von Shanghai aus zurückfliegen. Das spart einen Rückweg und viel Zeit.
So buche ich normalerweise: Auf Google Flights suchen, dann direkt bei der Airline buchen. Drittanbieter-Seiten können zum Albtraum werden, wenn sich der Flug ändert — und in China ändern sich Flüge.
Schritt 4: Route planen#
China ist riesig. Zu viel auf einmal zu wollen, ist der Fehler Nummer 1 bei Erstreisenden.
Bei 7–10 Tagen#
Bleibt bei zwei Städten. Meine Empfehlung:
Peking → Shanghai — die klassische Route für Erstreisende. Peking für Geschichte (Große Mauer, Verbotene Stadt, Hutongs), Shanghai für Moderne (The Bund, Französische Konzession, Skyline). Dazwischen mit dem Hochgeschwindigkeitszug (4,5 Stunden).
Eine komplette Route dazu habe ich hier geschrieben → Erstes Mal Peking–Shanghai: Die perfekte 7-Tage-Route
Bei 12–14 Tagen#
Xi’an (2 Tage) zwischen Peking und Shanghai einbauen. Die Terrakotta-Armee ist den Umweg wert — ich habe sie viermal gesehen und sie bekommt mir immer noch eine Gänsehaut.
Route: Peking (4 Tage) → Hochgeschwindigkeitszug nach Xi’an (2 Tage) → Flug nach Shanghai (4 Tage) Geschätztes Budget: 1.200–1.800 £ (ca. 1.422–2.133 €) / 1.500–2.200 $ (ca. 1.333–1.955 €) / 1.400–2.000 € pro Person (Mittelklasse, ohne Flüge)
Bei 14–18 Tagen#
Könnt ihr eine dritte Region anhängen. Zwei gute Optionen:
Option A: Guilin & Yangshuo — Von Xi’an nach Guilin fliegen (2 Stunden). Die Reisterrassen sehen, eine Kreuzfahrt auf dem Li-Fluss machen, durch die Karstberge radeln. Das ist das China, das man aus Gemälden kennt.
Option B: Chengdu & Zhangjiajie — Von Peking nach Chengdu fliegen, wegen der Pandas, dann mit dem Zug nach Zhangjiajie, wegen der Avatar-Berge. Dazu habe ich einen kompletten Guide → Zhangjiajie Ultimativer Guide 2026
Bei 21+ Tagen#
Ist eine große Runde möglich: Shanghai → Xi’an → Chengdu → Guilin → Hongkong, oder die Naturroute, die ich für australische Leser zusammengestellt habe → Australien–China: 3-Wochen-Route. Und wer Zeit hat und das Wildcard will: eine geführte Tibet-Reise aus dem Ausland — Lhasa und Everest-Basislager — ist Chinas einzige Region, die man, anders als überall sonst, als vorab arrangierte Pauschalreise buchen muss.
Faustregel: Mindestens 3 Nächte pro Stadt. Alle 2 Nächte weiterzuziehen ist erschöpfend — glaubt mir, ich habe es durch.
Schritt 5: Unterkunft buchen#
Chinas Hotelszene ist in jeder Preisklasse hervorragend.
Budget (20–40 $ (ca. 18–36 €) / 150–300 ¥ (ca. 20–40 €) pro Nacht): Hostels und Budget-Ketten wie Hanting (汉庭) und Home Inn (如家). Sauber, einfach, verlässlich. Bucht auf Trip.com oder Ctrip.
Mittelklasse (40–80 $ (ca. 36–71 €) / 300–600 ¥ (ca. 40–80 €) pro Nacht): Vier-Sterne-Geschäftshotels. Man bekommt ein komfortables Zimmer, Frühstücksbuffet und zentrale Lage. Danach greife ich meistens.
Luxus (100+ $ (ca. 89 €+) / 750+ ¥ (ca. 100 €+) pro Nacht): Internationale Ketten (Marriott, Hilton, Hyatt) kosten die Hälfte dessen, was sie in Europa oder den USA kosten würden. Das Pudong Shangri-La in Shanghai mit Zimmer zum Bund ist ein Erlebnis, das jeder einmal haben sollte.
Plattformen: Ich nutze Trip.com (Hotels bei Trip.com suchen) für fast alles — die Abdeckung chinesischer Hotels ist am besten, und der Kundenservice antwortet tatsächlich. Booking.com funktioniert auch, hat aber weniger Objekte.
Mein Rat für Erstreisende: Wählt ein Hotel in Gehweite zu einer Metro-Station. Chinas U-Bahn-Systeme sind Weltklasse, und während der Rushhour wollt ihr nicht auf Taxis angewiesen sein.
Schritt 6: Verkehr zwischen den Städten organisieren#
Der Hochgeschwindigkeitszug ist euer bester Freund.
Chinas Hochgeschwindigkeitsnetz ist das größte der Welt — 45.000 km Strecke. Es verbindet fast jede Stadt, die ich je besuchen wollte.
| Strecke | Zeit | Preis (2. Klasse) |
|---|---|---|
| Peking → Shanghai | 4,5 Stunden | 555 ¥ (ca. 74 €) (77 $ (ca. 68 €) / 60 £ (ca. 71 €) / 70 €) |
| Peking → Xi’an | 4,5 Stunden | 515 ¥ (ca. 68 €) (72 $ (ca. 64 €) / 56 £ (ca. 66 €) / 65 €) |
| Shanghai → Hangzhou | 1 Stunde | 75 ¥ (ca. 10 €) (10 $ (ca. 8,9 €) / 8 £ (ca. 9,5 €) / 10 €) |
| Guangzhou → Shenzhen | 1 Stunde | 100 ¥ (ca. 13 €) (14 $ (ca. 12 €) / 11 £ (ca. 13 €) / 13 €) |
| Chengdu → Xi’an | 3,5 Stunden | 263 ¥ (ca. 35 €) (37 $ (ca. 33 €) / 29 £ (ca. 34 €) / 34 €) |
Wie buchen: Zugtickets hole ich über Trip.com — dort fällt eine kleine Gebühr an, aber die Oberfläche ist auf Englisch und akzeptiert ausländische Kreditkarten (China-Züge auf Trip.com buchen). Die offizielle 12306-App funktioniert, ist aber nur auf Chinesisch und mit ausländischem Reisepass mühsam.
Flüge: Für längere Distanzen (Peking → Chengdu, Shanghai → Guilin, Xi’an → Zhangjiajie) kosten Inlandsflüge etwa so viel wie ein Erste-Klasse-Zugticket und sparen Stunden. Air China, China Southern und China Eastern sind verlässlich.
Innerhalb der Städte: Metro + DiDi (Chinas Uber). Ladet DiDi vor der Reise herunter — es ist unverzichtbar. Dazu habe ich einen kompletten Guide geschrieben → DiDi in China nutzen 2026
Schritt 7: Online gehen#
Das ist der Teil, der Erstreisende am meisten stresst, und ehrlich gesagt ist er am leichtesten zu lösen.
Die Kurzfassung#
China blockiert Google, Gmail, Instagram, Facebook, WhatsApp, Twitter/X, Telegram, YouTube und viele andere westliche Seiten. Man braucht ein VPN, um darauf zuzugreifen. Punkt.
Eure Optionen#
1. Ein VPN vor der Reise kaufen — Installiert es auf Handy und Laptop, bevor ihr von zu Hause losfahrt. Ich nutze und empfehle Astrill VPN — in China war es über meine 15 Reisen das zuverlässigste. Hier holen → Astrill VPN holen
2. Eine chinesische eSIM besorgen — Wer nur WhatsApp und Instagram will und sich nicht mit VPNs beschäftigen möchte, nimmt eine China-eSIM. Ich habe mehrere getestet und einen Vergleich geschrieben → China-eSIM-Guide 2026
3. Diese Apps vor der Reise installieren (sie funktionieren nicht, wenn ihr bis zur Landung wartet):
- WeChat — Alle in China nutzen es zum Schreiben und Bezahlen
- Alipay — Für mobile Zahlungen überall
- DiDi — Ride-Hailing (Uber funktioniert hier nicht)
- Maps.me oder Apple Maps — Apple Maps funktioniert in China tatsächlich und ist genau
- Trip.com — Für Hotels, Züge und Flüge
- Google Translate — Chinesisch für die Offline-Nutzung herunterladen
- ExpressVPN oder Astrill — euer VPN
Die komplette App-Liste mit Screenshots → 10 China-Apps, die ihr 2026 braucht
Schritt 8: Geld regeln#
China ist fast bargeldlos. Ich sage jedem Erstreisenden: richtet Alipay ein, bevor ihr losfahrt.
Alipay & WeChat Pay#
Alipay akzeptiert inzwischen ausländische Kreditkarten (Visa, Mastercard, Amex) — man verknüpft die Karte in der App und bezahlt überall per QR-Code. Streetfood-Stände, Metrotickets, Convenience-Stores, sogar der Mann, der geröstete Süßkartoffeln vom Wagen verkauft — alle nehmen QR-Zahlungen.
Alipay einrichten: App herunterladen, mit der ausländischen Telefonnummer registrieren, Kreditkarte verknüpfen. Dauert 5 Minuten. Kompletter Guide → WeChat Pay & Alipay für Touristen 2026
Immer 500–1.000 ¥ (ca. 66–133 €) Bargeld dabeihaben als Backup. Manche kleineren Restaurants und Taxifahrer bevorzugen Bargeld, besonders in kleineren Städten.
Wie viel werdet ihr ausgeben?#
Hier ein realistisches Tagesbudget (pro Person):
| Kategorie | Unterkunft | Essen | Verkehr & Eintritt | Gesamt (¥) | Gesamt ($) |
|---|---|---|---|---|---|
| Budget | 100–200 ¥ (ca. 13–27 €) | 80–150 ¥ (ca. 11–20 €) | 50–100 ¥ (ca. 6,6–13 €) | 230–450 ¥ (ca. 31–60 €) | 30–60 $ (ca. 27–53 €) |
| Mittelklasse | 300–600 ¥ (ca. 40–80 €) | 150–300 ¥ (ca. 20–40 €) | 100–200 ¥ (ca. 13–27 €) | 550–1.100 ¥ (ca. 73–146 €) | 75–150 $ (ca. 67–133 €) |
| Komfort | 700–1.200 ¥ (ca. 93–160 €) | 300–500 ¥ (ca. 40–66 €) | 200–400 ¥ (ca. 27–53 €) | 1.200–2.100 ¥ (ca. 160–279 €) | 165–290 $ (ca. 147–258 €) |
Für eine ausführliche Aufschlüsselung → China-Reisebudget 2026. Und wer darüber nachdenkt, einen Reiseleiter zu engagieren, statt alles selbst zu machen: hier steht, was eine private China-Reise tatsächlich kostet — echte Angebote von Veranstaltern, damit ihr nicht zu viel zahlt.
Schritt 9: Clever packen#
Ich habe für China öfter über- und unterpackt, als ich zählen kann. Nach 15 Reisen ist das mein Ergebnis:
Das Wichtigste:
- Reisepass (mit gedruckten Kopien der Visum- oder visumfreien Einreisebestätigung)
- Unterlagen der Reiseversicherung
- Powerbank (ihr nutzt das Handy für alles — Zahlungen, Karten, DiDi, Übersetzung)
- Mehrweg-Trinkflasche (Leitungswasser ist nicht trinkbar, aber Hotels haben abgekochtes Wasser oder Wasserspender)
- Steckdosenadapter (China nutzt zweipolige flache/schräge Stecker, 220 V)
- Ohrstöpsel und Schlafmaske (für Züge und Stadtlärm)
- Toilettenpapier und Handdesinfektion (in vielen öffentlichen Toiletten gibt es beides nicht)
- Mundschutz (im öffentlichen Verkehr noch üblich, und praktisch an Tagen mit hoher Luftbelastung)
- Ein leichter Schal oder Umhang (für Tempelbesuche — Schultern und Knie müssen bedeckt sein)
Kleidung:
- Bequeme Wanderschuhe (ihr lauft täglich 10.000–20.000 Schritte — ich habe das mit den Loafern auf die harte Tour gelernt)
- Zwiebelprinzip, immer (Klimaanlagen und Heizungen laufen auf Hochtouren; im Sommermall friert man und im Wintermetrozug backt man)
- Regenjacke (besonders bei Reisen im April–Juni oder September–Oktober)
Komplette detaillierte Liste → China-Packliste 2026
Schritt 10: Die finale Checkliste vor der Abreise#
Geht das in der Woche vor dem Flug durch:
- VPN auf allen Geräten installiert und getestet (auch auf dem Laptop — für Gmail und Google nötig)
- Alipay mit der Kreditkarte verknüpft (mit einer kleinen Zahlung testen)
- WeChat mit Reisepass eingerichtet (ihr braucht jemanden zur Verifizierung? Fragt eine Person, die WeChat schon hat)
- eSIM oder SIM geregelt (physische SIMs am Flughafen funktionieren, eSIMs sind aber einfacher)
- Hotel- und Zugbuchungen bestätigt (Bestätigungsnummern ausdrucken oder als Screenshot speichern)
- Trip.com-Konto bereit (für Buchungen unterwegs)
- Google-Translate-Offlinepakete heruntergeladen (Chinesisch vereinfacht)
- Maps.me-Offlinekarten heruntergeladen (für Peking, Shanghai, Xi’an und wohin auch immer ihr sonst fahrt)
- Gedruckte Kopien von Reisepass, Visum und Hotelbuchungen (Handy-Akkus sterben)
- Reiseversicherung abgeschlossen (ich lasse das nie weg — ein Freund brauchte in Shanghai eine Not-Appendix-Operation, die Rechnung lag bei 60.000 ¥ (ca. 7.975 €))
FAQ#
1. Ist China sicher für Alleinreisende?
Ja, extrem sicher. China ist eines der sichersten Länder, in denen ich als allein reisender Mann unterwegs war. Gewaltkriminalität gegen Touristen ist selten. Die häufigsten Probleme sind kleine Maschen (überhöhte Taxipreise, falsche „Teezeremonien“) — mit etwas Aufmerksamkeit leicht zu vermeiden. Für allein reisende Frauen habe ich einen ausführlichen Guide geschrieben → Allein reisende Frauen in China. Für das ganze Bild — Kriminalitätsdaten, Warnstufen 2026, Sicherheit nachts und die Gesetze, die Touristen wirklich erwischen — siehe mein China-Sicherheitsguide.
2. Muss ich Chinesisch sprechen?
Auf den großen Touristenrouten überhaupt nicht. Hotelpersonal, Flughafenpersonal und die meisten Sehenswürdigkeiten in Peking, Shanghai, Xi’an und Guilin haben englische Beschilderung. Google Translate mit Offline-Chinesischpaket erledigt alles andere. Lernt zwei Sätze: xièxiè (danke) und duōshao qián (wie viel) — die Leute freuen sich über die Mühe.
3. Kann ich WhatsApp und Instagram in China nutzen?
Nur mit einem VPN. Ohne sind sie blockiert. Installiert euer VPN vor der Abreise — die meisten VPN-Websites sind in China ebenfalls blockiert, man kann also nach der Ankunft nicht herunterladen. Details dazu hier → Bestes VPN für China 2026
4. Wie komme ich am besten vom Flughafen zum Hotel?
Die meisten großen Flughäfen haben Metro-Anbindung (Peking, Shanghai, Guangzhou, Chengdu). Für Shanghai Pudong den Maglev nehmen — 431 km/h, in 8 Minuten in der Stadt. Wer nach einem langen Flug müde ist, nimmt DiDi (Ride-Hailing-App). Offizielle Flughafentaxis sind in Ordnung, aber beim Englisch ein Glücksspiel.
5. Wie gehe ich mit Essen und Wasser um?
Kein Leitungswasser trinken. Hotels stellen Flaschenwasser bereit (meist 2 Flaschen pro Tag gratis). Jeder Convenience-Store verkauft 1,5-L-Flaschen für 2–3 ¥ (0,30 $; ca. 0,3–0,4 €). Streetfood ist im Allgemeinen sicher, wenn es vor euren Augen gekocht wird — ich habe in 10 Jahren unzählige Straßenstände ausprobiert und nie Probleme gehabt. Der Magen kann die ersten 2–3 Tage protestieren (das ist normal). Packt vorsichtshalber Probiotika und Imodium ein.
Hilfe bei der Planung dieser Reise?
Sagt uns Reisemonat und Budget – ihr bekommt innerhalb von 24 Stunden einen kostenlosen, unverbindlichen Routenvorschlag.
Eine China-Reise zu planen kann überwältigend wirken, aber geht Schritt für Schritt, dann klappt es. Ich habe jeden möglichen Fehler gemacht, damit ihr das nicht müsst. Wenn ihr an einer Stelle der Planung hängt, schreibt mir an [email protected] — ich helfe gern.
Braucht ihr eine individuelle Route? Ich helfe euch bei der Planung →
Umrechnung: 1 ¥ ≈ 0,133 €, 1 $ ≈ 0,889 €, 1 £ ≈ 1,185 €, 1 AUD ≈ 0,618 €, 1 CAD ≈ 0,628 € (EZB-Referenzkurs vom 16.10.2026).